AHA auf dem fwk26

Austausch und Vernetzung zu den Themen „Regionale WissKomm-Netzwerke“ und „Wissenschaftskommunikation in der Zeitenwende“ am 9./10. Dezember in Leipzig

Das Forum Wissenschaftskommunikation (fwk) ist die größte Fachtagung für Wissenschaftskommunikation im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr ist die Veranstaltung von „Wissenschaft im Dialog“ in Leipzig zu Gast – und AHA ist auch dabei. Gemeinsam mit Einrichtungen aus unserem AHA-Netzwerk und zwei weiteren WissKomm-Verbünden aus Niedersachsen und Sachsen möchten wir uns mit der WissKomm-Community im deutschsprachigen Raum vernetzen und insbesondere über zwei Themen sprechen:

Regionale WissKomm-Verbünde

Bundesweit entstehen zunehmend regionale WissKomm-Netzwerke. Geprägt von länderspezifischer Hochschulpolitik, Medienlandschaften und Forschungsschwerpunkten, schaffen sie Gemeinschaft für Praktikerinnen und Praktiker vor Ort, Zugänge zu lokalen Lebenswelten und Sichtbarkeit für kleinere Einrichtungen. Doch regionale Netzwerkarbeit wirft spezifische Fragen auf: Welchen Mehrwert bietet sie gegenüber bundesweiten Angeboten? Was verbindet WissKomm an Universitäten, HAWs, Forschungseinrichtungen, Museen und Science Centern? Wie gelingt produktive Zusammenarbeit und nachhaltige Verankerung?

Drei Netzwerke – AHA, die an der TU Braunschweig angesiedelte WissKommCommunity Niedersachsen sowie das Netzwerk Wissenschaftskommunikation an der Universität Leipzig – geben Einblicke aus der Praxis. Der gemeinsame Workshop lädt die fwk-Teilnehmenden ein, ihre Perspektiven und Erfahrungen zum Thema zu teilen. Ziel ist es, eine Landkarte zentraler Handlungsfelder zu erarbeiten und Orientierung für laufende oder künftige Netzwerkvorhaben zu geben. Ergänzend gibt es einen Stand im Ausstellerbereich, der weitere Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion bietet.

Wissenschaftskommunikation in der Zeitenwende

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 und der von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufenen „Zeitenwende“ ist Verteidigungspolitik von einem Nischenthema ins Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt. Auch die Wissenschaft ist von diesem Wandel betroffen. Mehrere Wissenschaftsorganisationen haben sich explizit dazu bekannt, dass es Aufgabe der Wissenschaft sei, im Rahmen der Militärforschung eng mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten und so einen Beitrag für Deutschlands Sicherheit zu leisten. Zivilklauseln werden seither von vielen Stimmen als ein Hemmnis für Deutschlands sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit erachtet. Die Debatte darüber, welche Rolle Wissenschaft für Sicherheit und Verteidigung spielt oder spielen soll, ist auch eine aktuelle Herausforderung für die Wissenschaftskommunikation.

Gemeinsam mit Vertretern der Technischen Universität Dresden, der Technischen Universität München und der Universität der Bundeswehr München möchten wir diese Rolle erörtern und mit den Teilnehmenden des fwk26 diskutieren. Dazu organisiert AHA eine Paneldiskussion und einen Workshop, in dem Erfahrungen ausgetauscht und die veränderten Anforderungen an Wissenschaftskommunikation im Kontext von Sicherheit und Verteidigung diskutiert werden. Der Workshop wird in Kooperation mit dem Munich Science Communication Lab (MSCL) angeboten.

Programmpunkte in der Übersicht

11:30–13:00 Uhr
Kurzvortrag „Wissenschaftskommunikation gemeinsam weiterdenken: Der AHA Science Communication Hub stellt sich vor“ – Dr. Christoph Egle

16:30–17:45 Uhr
Panel „Reden oder schweigen: Wie kommunizieren wir über Verteidigungsforschung? – Michael Brauns, Dr. Christoph Egle, Ulrich Meyer, Marion Schmidt

9:00–10:30 Uhr
Kurzvortrag „Gemeinsam sind wir stärker – Das Netzwerk Wissenschaftskommunikation an der Universität Leipzig“ – Nina Voigt

11:30–13:00 Uhr
Workshop „Verteidigungsforschung kommunizieren: Herausforderungen, Spannungsfelder und Erfahrungen“ – Michael Brauns, Dr. Christoph Egle, Dr. Bernhard Goodwin, Ulrich Meyer, Marion Schmidt

14:15–15:45 Uhr
Workshop „Lokal verbunden, gemeinsam stark? Chancen, Spannungsfelder und Perspektiven regionaler WissKomm-Netzwerke“ – Dr. Irene Broer, Dr. Christoph Egle, Dr. Madlen Mammen, Maike Stelter

In den Pausen
Stand im Ausstellerbereich zum Thema regionale WissKomm-Netzwerke