Kühlen, kontrollieren, detektieren

Wo liegt die Zukunft im Quantencomputing? Die Antwort ist: es wird unterschiedliche Wege geben. Auch wenn der supraleitende Quantencomputer, an dem derzeit Firmen wie IBM oder Google arbeiten, am bekanntesten ist – es gibt auch andere Methoden, Quantenverschränkungen und damit enorme Rechenleistungen auf Qubit-Basis zu erzeugen.
Einen der weltweit innovativsten und anspruchsvollsten Ansätze verfolgt derzeit Prof. Dr. Johannes Zeiher. Am Lehrstuhl für Quantenoptik der LMU verbindet er internationale Spitzenforschung mit jungem Unternehmertum. Statt mit Halbleiter-Chips arbeiten Prof. Zeiher und sein Team mit neutralen Atomen. Mit optischen Pinzetten können diese Atome manipuliert und in Verschränkungspositionen gebracht werden. Der Vorteil: atomare Qubits benötigen keine energieintensive Kühltechnik. Zusammen mit seinen Kollegen Dr. Alexander Glätzle und Dr. Sebastian Blatt gründete Prof. Dr. Zeiher 2022 „planqc“, ein junges Startup, das die Idee verfolgt, Technologie aus dem Labor in die industrielle Anwendung zu überführen. Im Jahr 2025 wurden die drei dafür mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet.
Prof. Dr. Zeiher wird in seinem Vortrag die Grundlagen dieser vielversprechenden Technologie erklären und erläutern, wie in Bayern ein erfolgreicher Brückenschlag zwischen exzellenter universitärer Grundlagenforschung und unternehmerischer Umsetzung gelingen kann.
Der Besuch des Vortrags in der Römerstraße 15 in München ist kostenlos aber eine Anmeldung unter mail@eres-stiftung.de ist erforderlich.
Die Münchner ERES-Stiftung fördert den öffentlichen Dialog zwischen Kunst und Naturwissenschaften. Ihre aktuelle Ausstellung „Seeing the Unseen – Quantenphysik und Kunst als verschränkte Welten“ wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Munich Center for Quantum Science and Technology (MCQST) entwickelt. Die Ausstellung wird von einem hochkarätigen Programm öffentlicher Abend-Vorträge begleitet.