Bay. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
30 Jahre Bauernkindereffekt für Asthma und Allergien
Wo bleibt die Allergie Impfung?

Auf den sogenannten „Bauernkindereffekt“ wurde man schon vor rund 30 Jahren aufmerksam. Dahinter verbirgt sich die medizinische Beobachtung, dass Kinder, die in größeren Familien auf Bauernhöfen mit Nutztierhaltung und traditioneller Lebensweise aufwachsen, seltener Allergien und Asthma entwickeln als Kinder, die zwar auf dem Land, aber nicht auf einem Bauernhof aufwachsen.
Seit Jahren suchen Forschende nach den genauen Ursachen. Angenommen wird, dass Bauernkinder vermehrt und frühzeitig bestimmten Expositionen ausgesetzt sind und davon gesundheitlich profitierten. Dazu gehört im Wesentlichen der Aufenthalt in einem Stall beim Spielen oder der Konsum von unbehandelter Milch.
Im Vortrag werden die ersten Ergebnisse der MARTHA-Studie, im Rahmen derer die Wirksamkeit minimal behandelter, also nur pasteurisierter Vollmilch, im Vergleich zu halbfetter, ultrahochtemperierter Milch in Kleinkindern hinsichtlich Atemwegsinfekten, Allergien und Asthma getestet wurde, dargestellt. Neben dem aktuellen Wissensstand werden Perspektiven für Präventionsstrategien bis hin zur Frage nach einer möglichen „Allergie Impfung“ erörtert.
Kategorie
Sprache
Externer Veranstalter
Vortrag
Hybrid
Externe Veranstaltung
16.06.2026
,
14:00
–15:00
LGL Dienstgebäude Oberschleißheim, Veterinärstr. 2, 85764 Oberschleißheim – und Online
Kostenlos